Shopware 6 vs. Shopify
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Shopware 6 und Shopify im Vergleich

15. Juni 2022

Der große fundamentale Unterschied zwischen Shopware und Shopify ist, dass Shopware ein modulares E-Commerce System ist. Shopify hingegen ist ein geschlossenes Baukastensystem. Folgend möchten wir hier einmal die Unterschiede beider Top-Shop-Systeme erläutern.

Das ist Shopware 6.

Shopware wurde 2004 in Deutschland entwickelt. Wie schon erwähnt, handelt es sich um ein Shopsystem, welches aus unterschiedlichen Modulen besteht, die zu einem Onlineshop zusammengestellt werden können. Die neuste Version von Shopware 6 gibt es seit Mai 2019 und ist der Nachfolger vom beliebten und verbreiteten Shopware 5. Aktuell ist das Update 6.4.12.0 (Stand Juni 2022), das vor ein paar Tagen veröffentlicht wurde.

Shopware 6 steht in mehreren Editionen zu unterschiedlichen Preisen zur Verfügung: Die Community Edition, die Professional Edition, die Professional Plus Edition und die Enterprise Edition. So steht Shopware als Open-Source-Software kostenlos und als kommerzielle Version gegen Lizenzgebühren zur Verfügung. Die einzelnen Lizenz-Ausführungen können im monatlichen Abo-Modell oder mit einer einmaligen Zahlung gekauft werden.

Das ist Shopify.

Shopify wurde ebenso im Jahre 2004 von dem deutschen Entwickler Tobias Lütke in Kanada gegründet. Die erste vollwertige Version des Shopsystems wurde Mitte 2006 veröffentlicht. Der erste Online-Shop, der mit Shopify damals online ging, war der eigene Shop des Unternehmens. Über die Jahre gewann das System an Popularität sowie Kunden und konnte im Mai 2015 dann sogar an die Börse gehen.

Mit Shopify können kleine und mittelständische Unternehmen Ihren Online-Shop betreiben. In einer neueren Version besteht sogar die Möglichkeit, dass große Konzerne Ihren Online-Shop erstellen können. Die günstigste Basic Version ist ab 27 Euro im Monat erhältlich. Der Shopbetreiber hat also immer monatliche Kosten zu tragen im Gegensatz zur kostenlosen Möglichkeit von Shopware 6.

Shopify - Abos und Preise

Mit der Unterstützung eines Baukastensystems kann ganz simpel und ohne technische Kenntnisse ein Online-Shop erstellt werden. Für weitere Funktionen und Templates gibt es einen App Store, der über 1000 kostenlose und kostenpflichtige Erweiterungen bereithält. Agenturen betreuen in der Regel auch die Shopify-Accounts, da das System eine Vielzahl von Individualisierungsmöglichkeiten bietet, die auch technische Kenntnisse erfordern.

Shopify und Shopware 6 im Vergleich als Überblick.

Systeme

Shopware

Shopify

Kurze Leistungsbewertung.
Online-MarketingFokus auf Online-Marketing mit Einkaufswelten und weiteren Tools.Große Auswahl an Tools für Marketing und Verkaufsförderung.
IndividualisierbarkeitVielzahl an integrierten Standardlösungen und über 1500 Erweiterungen.Mehr als 1000 Plugins und Templates.
EnwicklungsaufwandEinfaches Setup. Shopware ist leicht weiterzuentwickeln dank guter Dokumentation.Einfaches Setup dank Baukasten. Individuelle Weiterentwicklung ist aufgrund des geschlossenen Systems nicht möglich.
LizenzenJe nach Lizenz unterscheiden sich die Kosten. Die Community Edition ist kostenlos, die Professional Edition kostet 2.495 Euro. Der Preis für die Enterprise Edition ist individuell.Die lizenzgebundene von Shopify starten bei 27€ pro Monat. Allerdings werden für jeden Verkauf Provisionen bis zu 2 Prozent fällig.
WeiterentwicklungShopware arbeitet mit einer offenen Roadmap, ist deutscher Hersteller und komplett eigenfinanziert.Die Weiterentwicklung von Shopify ist von der Entwicklung des börsennotierten Mutterkonzerns abhängig.
Informationen Informationen

Das richtige Hosting für Shopware 6 und Shopify.

Während Shopify zu 100% auf ein cloud-basiertes Hosting setzt, gibt es bei Shopware standardmäßig die On-Premises Lösung. On-Premises bedeutet hier, dass Sie Ihr System auf einem eigenen Server bzw. auf dem Server Ihres Hosting-Anbieters laufen lassen, also z. B. bei uns mit unseren optimierten Shopware-Servern. Hier entstehen für Sie im Gegensatz zu Shopify zwar Hosting-Kosten, welche aber in der Regel verschwindend gering ausfallen im Vergleich zur Shopify-Dauermietlösung.

Nichts desto trotz bietet Shopware mittlerweile auch Editionen an, welche cloud-basiert arbeiten, wie z. B. die Starter-Edition, welche ausschließlich cloud-basiert ist. Bei der nächst größeren Edition, der Professional Edition, kann man sich selber aussuchen, ob man sein System der cloud anvertraut oder doch lieber beim konventionellen Server-Hosting bleibt.

Die Enterprise Edition ist wiederum ausschließlich On-Prem. Allerdings wurden die cloud-basierten Versionen relativ neu eingeführt, daher sind sie noch vergleichsweise wenig ausgereift und auch wenig verbreitet. Shopware wird üblicherweise selbst gehostet.

Für wen ist Shopify geeignet, für wen ist Shopware geeignet?

Bei der Entscheidung, ob man als Shopbetreiber Shopify oder Shopware auswählt, muss man immer auch die Perspektive des Shopbetreibers betrachten und die geplante Entwicklung des WebShops für die nächsten 3-5 Jahre.

Wir sprechen hier ein paar Überlegungen an, die helfen können, zwischen Shopify und Shopware zu wählen. Das ist nicht abschliessend und wir vertiefen das gerne in einem Beratungsgespräch.

Shopify verursacht rechte hohe monatliche Kosten für kleine Shops und das ständig. Viele Module kosten monatlich und sind nicht einmalig zu erwerben. Es gibt keine kostenlose Version. Im Gegensatz zu Shopware. Dort können zwar zum Start einmalige höhere Kosten entstehen, monatlich bleibt es aber oft bei den Hostinggebühren, die gerade bei kleineren Projekten auch deutlich günstiger sind. Die kostenlose Version von Shopware macht es gerade deutschen Shopbetreibern recht einfach, mit Shopware zu starten.

Shopify-Frontend aus Kundensicht

Will man von vielen Punkten der Erde an dem Shop arbeiten, hat keine besondere Anforderungen an das Layout oder Funktionen über den Standard hinaus und man kann höhere monatliche Kosten gut tragen, dann ist Shopify ein simple Auswahl. Weiss man jedoch bei der Entscheidung bereits, dass man nach 2-3 Jahren viele individuell entwickelte und angepasste Lösungen haben muss oder will, so ist Shopify keine gute Entscheidung. Der Wechsel von Shopify auf Shopware ist einfach nicht möglich. Und nur Shopware bietet einen extrem hohen Individualisierungsgrad.

Eine Überlegung, die viele gerade deutsche Unternehmen haben, was ist mit meinen Daten, wo liegen meine sensiblen Kundendaten und was passiert, wenn die EU z. B. weitere Datenschutzvorschriften erlässt, an die sich andere internationale Unternehmen nicht gebunden fühlen? Bei Shopify liegen die Daten weder auf deutschen Servern, noch handelt es sich um ein deutsches Unternehmen. Bei Shopware haben wir es mit einem deutschen Unternehmen zu tun und das Webhosting kann eigenverantwortlich in Deutschland organisiert werden. Man hat bei Shopware die volle Kontrolle über die eigenen Kundendaten, selbst wenn Shopware verkauft werden würde.

Shopware 6 Shop aus Kundensicht

In neuster Zeit kursieren auch so genannte Shopify-Userlists im Netz, die offenbar aus Sicherheitslücken in Shopify stammen und so durch die zentrale Datenhaltung von Shopify möglich sind. Man kann quasi Daten der Shopbetreiber bei Shopify im Internet erwerben, insbesondere Agenturen scheinen davon Gebrauch zu machen. Die Architektur von Shopify ermöglicht dies und derartige Sicherheitslücken werden bei zentraler Datenhaltung beim grössten Shopsystemanbieter Welt Shopify, der vor allen Dingen auf dem us-amerikanischen Markt aktiv ist, immer häufiger auftreten.

Fazit: Es gibt noch viele weitere Punkte, die man bei Shopify und Shopware diskutieren kann. Unterm Strich halten wir Shopware für den Klassensieger, da die Software skalierbarer ist, mittelfristig günstiger zu betreiben und vor allen Dingen für deutsche Unternehmen die Unwägbarkeiten des Datenschutzrechtes gar nicht aufkommen lässt. Punktesieger wäre für uns also allein bei der reinen Risikokalkulation Shopware.

Transaktionsgebühren von Shopify

Shopify bietet Ihnen als Endkunde mehrere Möglichkeiten Lizenz bzw. Abonnement abzuschließen. Im Günstigsten Paket bezahlen Sie pro Monat 27€ und müssen pro Transaktion bzw. Bestellung, Gebühren in Höhe von 2% an Shopify zahlen, sofern die Transaktion über einen dritten Zahlungsanbieter wie z.B. PayPal abgewickelt wird.

Wird bei der Transaktion ein Dienst der Shopify Payments genutzt wie z.B. Kreditkarte (Europa) oder Klarna Rechnung fällt ein noch höherer Prozentsatz (bis 3,2%) an, Shopify schlägt hier auf den Prozentsatz aber noch einen festen Betrag von 0,25€ bis 0,35€ drauf.

Bei der zweitgünstigsten Lizenz und auch der Teuersten für 289€ ändert sich diese Modell nur von den Provisionwerten. Shopify will hier also unbedingt mitverdienen. Die genauen Werte für alle Lizenz können Sie der unteren Grafik entnehmen.

Weitere Fragen zu Shopware 6 und Shopify? Wir antworten!

Haben Sie sich bereits für ein Shop-System entschieden und brauchen nun Hilfe bei der Umsetzung? Möchten Sie gerne mit uns weitere Kriterien zur Shopsystementscheidung diskutieren? Sind Sie sich noch unsicher und brauchen weitere Informationen? Kein Problem, kontaktieren Sie uns gerne per Kontaktformular, per E-Mail oder über unsere kostenlose Service-Hotline.

SchlagworteShopifyShopsystemShopwareTemplates

Über Jannik Walter

Jannik Walter, geboren 1996, wohnt in Winsen (Aller) und ist seit 2016 Frontend-Entwickler bei FIETZ die Internet-GmbH. Gute Webseiten mit Wordpress und Joomla! umzusetzen, ist derzeit sein Thema.

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