In den vergangenen Wochen hat sich Adam Mosseri, Chef von Instagram, mehrfach direkt an die Creator-Community gewandt und wertvolle Einblicke in die Funktionsweise der Plattform gegeben. Diese Insider-Informationen sind Gold wert für jeden, der seine Reichweite auf Instagram maximieren möchte.
Auf eine direkte Nutzerfrage hin stellte Mosseri klar: Likes bleiben ein wichtiger Ranking-Faktor. Der Grund ist simpel – sie werden häufig verwendet und bieten dadurch eine zuverlässige Datenbasis, während andere Interaktionsformen seltener auftreten.
„Likes sind eine verlässliche Metrik, weil sie so häufig verwendet werden – im Gegensatz zu anderen Interaktionen, die seltener stattfinden.“
Adam Mosseri, Instagram CEO
Die drei wichtigsten Metriken für mehr Sichtbarkeit
Mosseri verriet, welche drei Kennzahlen Creator im Blick behalten sollten:
Wiedergabezeit bei Reels (Watch Time) – Je länger Nutzer deine Videos anschauen, desto besser
Gefällt-mir-Angaben und deren Verhältnis zur Reichweite (Like-Rate) – Die Qualität der Likes zählt mehr als die pure Anzahl
Teilungsrate – Wie häufig Content weiterversendet wird, zeigt echtes Engagement
Sein Rat: Analysiere diese Metriken regelmäßig und identifiziere Patterns, die auf erfolgreiche Content-Strategien hindeuten.
So arbeitet Instagrams Empfehlungssystem
In einem weiteren Video enthüllte der Instagram-Chef die Mechanik des Algorithmus: Zunächst wird neuer Content (insbesondere Reels) einem kleinen Testpublikum präsentiert. Bei positiver Resonanz erfolgt eine schrittweise Ausweitung auf weitere Nutzergruppen – ein bewährtes System, das auch andere Social-Media-Plattformen nutzen.
Die drei Phasen des Instagram-Algorithmus:
1. Testphase: Content wird einer kleinen, ähnlichen Zielgruppe gezeigt
2. Bewertungsphase: Algorithmus analysiert Engagement-Signale
3. Skalierungsphase: Bei positiver Resonanz erfolgt schrittweise Ausweitung
Strategien für bessere Algorithmus-Performance
Moderne Aufmerksamkeitsspannen sind kürzer denn je, weshalb dein Content in den ersten 3 Sekunden überzeugen muss – setze auf starke visuelle Hooks durch unerwartete Bewegungen und Kontraste, nutze Text-Overlays mit direkten Fragen oder provokanten Aussagen und implementiere Pattern Interrupts, die erwartete Abläufe unterbrechen. Obwohl Instagram native Inhalte bevorzugt, kann geschickte Cross-Platform-Promotion dennoch helfen: teile Instagram-spezifische Versionen deiner TikTok-Hits, nutze Stories für Behind-the-Scenes von anderen Plattformen und adaptiere erfolgreiche Formate für Instagram-spezifische Features.
Watch Time vs. Videolänge: Die Wahrheit über die Bewertung
Eine häufige Creator-Sorge betrifft die Benachteiligung längerer Videos gegenüber kurzen Clips. Mosseri räumte mit diesem Mythos auf: Instagram betrachtet nicht nur die prozentuale Wiedergabezeit, sondern gewichtet ebenso die absoluten Sekunden, die angeschaut werden.
Fazit: Ein zehn Sekunden langes Video hat denselben Wert, egal ob es vollständig angesehen oder nur ein Bruchteil eines längeren Reels betrachtet wird.
Zusätzliche Algorithmus-Geheimnisse
Der Instagram-Algorithmus berücksichtigt stark, wann deine Follower online sind – nutze Instagram Insights, um optimale Posting-Zeiten zu identifizieren, denn die ersten 30 Minuten nach dem Upload sind kritisch für die algorithmische Bewertung. Die ersten 100 Interaktionen entscheiden maßgeblich über den Erfolg eines Posts, weshalb du deine engsten Follower über neue Posts informieren, in Stories auf Feed-Posts hinweisen und in den ersten Minuten aktiv auf Kommentare antworten solltest.
Bei den Content-Arten haben Reels die höchste Algorithmus-Priorität (nutze Trending Audio und native Aufnahmen), gefolgt von Stories mit interaktiven Elementen, Feed-Posts mit hochwertigen Bildern und Karussell-Posts, während IGTV die niedrigste Priorität hat. Vergiss die „30 Hashtags“-Regel – Instagram bevorzugt mittlerweile 5-10 relevante Hashtags mit einem Mix aus großen und Nischen-Tags (70% Nische, 30% groß), platziert im ersten Kommentar statt in der Caption, mit regelmäßiger Variation. Obwohl Instagram die Existenz von „Shadowbans“ bestreitet, kann Content durch Verwendung markierter Musik, Spam-Verhalten, Verstöße gegen Community-Richtlinien oder übermäßige externe Links eingeschränkt werden.

Für nachhaltigen Erfolg befolge die 3-2-1-Regel: kommentiere und like täglich 3 fremde Accounts, teile oder erwähne 2 Stories von anderen und arbeite wöchentlich mit 1 anderen Creator zusammen.
Messbare Erfolgsstrategien
Moderne Aufmerksamkeitsspannen sind kürzer denn je, weshalb dein Content in den ersten 3 Sekunden überzeugen muss: Setze auf starke visuelle Hooks durch unerwartete Bewegungen und Kontraste, nutze Text-Overlays mit direkten Fragen oder provokanten Aussagen und implementiere Pattern Interrupts, die erwartete Abläufe unterbrechen. Obwohl Instagram native Inhalte bevorzugt, kann geschickte Cross-Platform-Promotion dennoch helfen – teile Instagram-spezifische Versionen deiner TikTok-Hits, nutze Stories für Behind-the-Scenes von anderen Plattformen und adaptiere erfolgreiche Formate für Instagram-spezifische Features.
Das Fazit: Qualität schlägt Quantität
Trotz aller technischen Details und Algorithmus-Hacks lautet Mosseris wichtigste Botschaft unverändert: Erstelle kontinuierlich Inhalte, die deine Zielgruppe wirklich fesseln.
„Am Ende des Tages geht es darum, authentische Verbindungen zu schaffen. Der Algorithmus erkennt echtes Engagement – und das entsteht nur durch wertvollen Content.“
Qualitätscontent ist und bleibt der Schlüssel zum Erfolg. Alle Algorithmus-Optimierungen der Welt können schlechten Content nicht retten, aber sie können großartigen Content zum Durchbruch verhelfen.
Quelle: Instagram @mosseri
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