Wero. Das neue europäische Zahlverfahren ist nicht mehr nur eine App für Überweisungen unter Freunden. Seit 2025 rollt Wero sich Schritt für Schritt auch im E-Commerce aus – und wird damit zur ersten ernstzunehmenden europäischen Alternative zu PayPal.
Die gute Nachricht für Shopbetreiber: Für alle gängigen Shopsysteme gibt es bereits Lösungen. Die wichtigere Frage ist aber eine andere: Passt die Lösung auch zu Ihrem konkreten Shop – zur eingesetzten Version, zum Template, zu den Anpassungen, die über die Jahre gewachsen sind?
Wir bei FIETZ übernehmen für unsere Kunden genau das: Wir prüfen den Status Ihres Shops, klären welche Lösung passt, führen notwendige Updates durch und implementieren Wero sauber in Ihr System. In diesem Beitrag zeigen wir den aktuellen Stand der wichtigsten Plattformen – damit Sie wissen, wo Sie stehen und was als nächstes ansteht.
Was Wero ist – und warum es jetzt relevant wird
Wero ist ein Zahlverfahren, das auf dem SEPA Instant Credit Transfer aufbaut – also auf Echtzeit-Überweisungen direkt vom Girokonto des Käufers. Entwickelt wurde es von der European Payments Initiative (EPI), einem Konsortium führender europäischer Banken. In Deutschland tragen die Volksbanken Raiffeisenbanken Wero; in Frankreich und Belgien sind die dortigen Großbanken beteiligt.
Das Grundprinzip im Onlinecheckout: Der Kunde wählt Wero als Zahlungsart, scannt einen QR-Code oder bestätigt die Zahlung direkt in seiner Banking-App – die Transaktion ist in Sekunden abgewickelt. Das Geld wird sofort vom Girokonto des Käufers abgebucht und dem Händler gutgeschrieben.
Wichtig: Wero ist in die Banking-Apps der Partnerbanken integriert, ohne dass Nutzer eine separate App installieren müssen. Aktuell (Stand Mai 2026) erreicht Wero damit rund 80 % der Verbraucher in Deutschland, Frankreich und Belgien. Diese Einstiegshürde ist deutlich niedriger als bei neuen Wallet-Lösungen.
Das wirtschaftliche Argument für Händler ist klar: Die Transaktionskosten liegen erkennbar unterhalb typischer Kreditkarten-Interchange-Gebühren oder der prozentualen Gebührenmodelle bei PayPal. Bei steigendem Volumen summiert sich dieser Unterschied spürbar – und es gibt kein Chargeback-Risiko wie bei Kreditkartenzahlungen.
Die eigentliche Herausforderung für viele Shops ist nicht das Ob, sondern das Wie: Passt die Integration wirklich zum eigenen System, zum Template und zu den bestehenden Abläufen?
Wie die wichtigsten Shopsysteme aktuell aufgestellt sind
| Shopsystem | Integration | Ab Version / Hinweis |
|---|---|---|
| Shopware 6 | ✓ Via VR Payment | Plugin ab Shopware 6.7 – Backport auf 6.6 angekündigt |
| WooCommerce | ✓ Via VR Payment | Verfügbar – Plugin über Händler-Dashboard |
| Magento | ✓ Via VR Payment | Verfügbar |
| PrestaShop | ✓ Via VR Payment | Verfügbar – kompatibel 1.7 bis 9.1 |
| Gambio, JTL, PlentyONE, Shopify | ✓ Via VR Payment | Verfügbar – Rollout läuft |
Shopware 6
Für Shopware 6 läuft die Wero-Integration über VR Payment – das neue Omnichannel-Plugin bündelt Wero zusammen mit Kreditkarten, PayPal, Apple Pay und Google Pay in einem einzigen System. Voraussetzung ist Shopware 6.7; ein Backport auf die 6.6-Linie wurde angekündigt. Wer noch auf 6.5 oder älter läuft, muss zuerst updaten. Das Plugin ist nicht im Shopware Plugin-Store erhältlich – es wird ausschließlich über das VR Payment Händler-Dashboard bereitgestellt. Wer noch das alte VR pay Internet Gateway-Plugin betreibt, sollte ohnehin handeln: Ab dem 1. Juli 2026 stellt VR Payment den Support dafür ein.
WooCommerce
Für WooCommerce-Shops ist Wero ebenfalls über das VR Payment Plugin verfügbar. Der Ablauf entspricht dem bei Shopware: Händleraccount bei VR Payment anlegen, Vertrag abschließen, Plugin über das Händler-Dashboard installieren, Zahlungsart im Checkout aktivieren und testen. Das Plugin ist nicht im offiziellen WordPress-Plugin-Verzeichnis zu finden. Die aktuelle WooCommerce-Version ist 10.7.0 (Stand Mai 2026). Individuelle Checkout-Layouts und Themes sollten nach der Integration sorgfältig geprüft werden.
Weitere Shopsysteme
VR Payment stellt Wero-Plugins auch für Magento, PrestaShop, Gambio, JTL-Shop, PlentyONE und Shopify bereit. Bei PrestaShop ist das Plugin kompatibel mit den Versionen 1.7.0 bis 9.1 (aktuelle Version: 9.1.1). Der Rollout läuft noch – ob Wero im jeweiligen System zum Zeitpunkt der Plugin-Einrichtung bereits aktiv schaltbar ist, hängt vom aktuellen Stand bei VR Payment ab. Für alle Systeme gilt: Die technische Installation allein reicht nicht aus; die Integration muss im konkreten Frontend, Template und Checkout-Ablauf geprüft werden.
Was jetzt konkret zu tun ist
Wero gewinnt Nutzerreichweite. Wer jetzt noch nicht aktiv ist, sollte das ändern – nicht wegen der Technik allein, sondern weil saubere Integrationen Zeit brauchen, die unter Druck fehlt.
Diese Fragen müssen Sie für Ihren Shop beantworten können, bevor irgendein Plugin installiert wird:
- Welche Shop-Version ist im Einsatz? Nicht jede Lösung funktioniert ab jeder Version – ein Update kann notwendig sein, bevor Wero überhaupt greift. Shopware 6.5/6.6 erfordert zuerst ein Update auf 6.7.
- Betreiben Sie noch das alte VR pay Internet Gateway-Plugin? Dieses wird ab dem 1. Juli 2026 eingestellt – kein Support, keine Updates mehr. Das ist gleichzeitig der ideale Zeitpunkt, auf die neue Omnichannel-Plattform mit Wero zu wechseln.
- Welches Template oder Frontend nutzt der Shop? Standard-Setups und individuelle Entwicklungen verhalten sich beim Einbinden neuer Zahlungsarten sehr unterschiedlich.
- Gibt es Sonderanpassungen im Checkout? Genau dort muss Wero später sichtbar und auswählbar sein – auf Desktop und Mobilgerät.
- Ist ein VR Payment Händleraccount vorhanden? Ohne Vertrag (24,90 €/Monat Grundgebühr + 0,15 € je Transaktion, 12 Monate Mindestlaufzeit) ist kein Live-Betrieb möglich. Die Registrierung und ein 12-monatiger Testbetrieb sind kostenlos.
Diese Fragen lassen sich nicht pauschal beantworten – sie hängen vom konkreten Shop und seiner Konfiguration ab. Genau deshalb lohnt es sich nicht, das auf die lange Bank zu schieben und dann unter Druck zu reagieren.
Wie wir bei FIETZ konkret helfen
Das bedeutet in der Praxis keine halben Sachen: Wir installieren nicht einfach ein Plugin und haken das Thema ab. Wir sorgen dafür, dass Wero im konkreten Kontext Ihres Shops funktioniert – im Frontend sauber dargestellt, auf Desktop und Mobilgerät geprüft, mit korrekter Zahlungslogik und Transaktionsabwicklung.
- Analyse der eingesetzten Shop-Version und des technischen Ist-Zustands
- Klärung, ob ein direktes Update notwendig ist und wie es risikoarm umgesetzt wird
- Begleitung bei der VR Payment Registrierung und Vertragsvorbereitung
- Technische Plugin-Installation über das VR Payment Händler-Dashboard
- Vollständige Prüfung auf Desktop und Mobilgeräten – inklusive Checkout-Durchlauf und Transaktionstest
Sie müssen sich um die technischen Details nicht selbst kümmern. Sprechen Sie uns an – wir klären gemeinsam, was Ihr Shop braucht, und kümmern uns um die Umsetzung.
Fazit: Wero ist jetzt verfügbar – wer früh dabei ist, hat den Vorteil
Wero hat die Phase des Proof-of-Concept längst verlassen. Das Zahlverfahren ist live, in Banking-Apps von Millionen Nutzern integriert, für alle wichtigen Shopsysteme über VR Payment verfügbar – und es kostet weniger als die Alternativen.
Wer jetzt handelt, verschafft sich einen Checkout-Vorteil gegenüber Mitbewerbern – und spart im Vergleich zu Kreditkartentransaktionen messbar bei den Zahlungskosten. Wer wartet, riskiert, dass der Wettbewerber schneller ist.
Melden Sie sich bei uns. Wir schauen gemeinsam, was Ihr Shop konkret braucht – und setzen die Integration für Sie um.
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