Einzelhandel & Internet

Lokaler Einzelhandel: Keine Angst vor dem bösen Internet (1)

12. November 2014
Im stationären Einzelhandel geht ein Gespenst um: Das böse Internet. Das Internet nimmt uns Umsatz, sorgt dafür, dass Geschäfte in den Innenstädten schliessen und der Preisdruck auf den Handel zunimmt. In unserer Artikelserie wollen wir diese Sorgen aufgreifen und Lösungen aufzeigen sowie zugleich über die zukünftige Entwicklung des lokalen Handels sprechen.

Spätestens seit dem die ersten Smartphone-Nutzer im Laden Preisschilder abfotografiert haben, weiss es jeder Ladenbesitzer längst. Es findet ein massiver Preisvergleich statt. Die alten Marktregeln sind aus den Fugen geraten. Die Märkte sind seit dem Internet-Boom transparenter geworden. Mondpreise gehören der Vergangenheit an. Der Verbraucher ist aufgeklärt, vergleicht und will Kaufanreize haben.

„Damit können wir nicht mithalten.“

Der stationäre Handel – insbesondere in den kleinen und mittleren Städten – resigniert vor der Wucht, mit dem Marktplätze wie Amazon, eBay und MeinPaket die Handelswelt aufräumen. Das technische Wissen um die Funktionsweise dieser Marktplätze ist meistens beim Händler nicht vorhanden, Ansprechpartner Vorort fehlen und die Masse an Angeboten scheint schier unbegrenzt. Eine Auswahl, die allein aufgrund der kleinen Lager und der hohen Einkaufskosten von Boutiquen kaum mehr geleistet werden kann.

Kopf in den Sand stecken, ist jedoch jetzt vor dieser Erkenntnis nicht nur kaufmännisch die fälscheste aller Entscheidungen. Andere Händler vermeiden das Internet einfach, tun so, als wenn sie mit eCommerce und Co. nichts zu tun haben müssten und machen einfach so weiter. Dabei hängen sowohl Unternehmenswert bei der Nachfolgeplanung als auch Umsatz von der Innovationskraft und Zukunftfähigkeit des kleinen Unternehmens ab.

Wie immer liegt die Lösung dazwischen.

Als eCommerce- und Handels-Profis wollen wir Wege aufzeigen, wie lokale Einzelhändler sich mit ihrem stationärem Handel neuen Märkten stellen können, ohne dabei überfordert zu werden. Wir wollen in unserer kleinen Artikelserie auch beleuchten, warum Onlineshops scheitern und was an Regional-Entwicklung passieren muss und passieren wird, damit das Internet eben kein „Neuland“ ist, sondern sich kanalübergreifend in die Prozesse auch kleiner Einzelhändler eingliedert und profitabel wird.

Über Immo W. Fietz

Immo W. Fietz, Jahrgang 1970, ist gelernter Programmierer, studierter Jurist und Betriebswirt sowie Sachverständiger für Neue Medien. Hier schreibt er als leidenschaftlicher eCommerce-Spezialist der ersten Stunde über tägliche Probleme im Online-Handel und der Verknüpfung von stationärem Handel mit dem Internet, lokale Marktplätze, Stadtentwicklung in der Digitalisierung und politische Rahmenbedingungen des eCommerce.

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