Die Widerrufsbuttonpflicht 2026 tritt am 19. Juni 2026 in Kraft: Jeder B2C-Onlineshop muss dann einen elektronischen Widerrufsbutton bereitstellen, über den Verbraucher ihren Widerruf direkt im Onlineshop einreichen können – ohne E-Mail, ohne PDF-Formular. Für Betreiber von xt:Commerce- und modified eCommerce-Shops bedeutet das: Handlungsbedarf, der abhängig von der eingesetzten Version unterschiedlich aussieht.
Für xt:Commerce ab Version 6.1 und modified eCommerce ab Version 2.x haben wir eine passende Lösung. Wir prüfen Ihren konkreten Systemstand und kümmern uns um die vollständige, rechtssichere Integration.
xt:Commerce Widerrufsbutton: Native Lösung ab 6.7, Add-on für ältere Versionen
Mit Version 6.7.0 (veröffentlicht am 13. April 2026) liefert xt:Commerce eine native Widerrufsbutton-Funktion: Der xt:Commerce 6.7 Widerrufsbutton ist direkt im Kern integriert und steht ohne zusätzliche Module bereit. Wer auf dem aktuellen Stand ist, hat damit die technische Grundlage – vorausgesetzt, die xt:Commerce Shopintegration wurde aktiviert und greift im eingesetzten Template.
Der Widerrufsbutton erscheint bei xt:Commerce im Kundenkonto unter „Meine Bestellungen". Zu jeder widerrufsfähigen Bestellung wird dort ein entsprechender Link oder Button eingeblendet. Nach dem Ausfüllen und Absenden des elektronischen Formulars erhält der Kunde automatisch eine Eingangsbestätigung per E-Mail – dieser Schritt ist gesetzlich vorgeschrieben und muss technisch einwandfrei konfiguriert sein.
Für Shops ab xt:Commerce 6.1, die noch nicht auf 6.7.0 aktualisiert haben, steht das Add-on v1.0.0 als Übergangslösung bereit. Es ergänzt die fehlende Funktionalität im Kundenkonto, ohne dass ein sofortiges Systemupdate notwendig ist. Das Add-on wird über den xt:Commerce-Administrationsbereich installiert und konfiguriert; die E-Mail-Vorlage für die Eingangsbestätigung lässt sich dort ebenfalls anpassen.
Worauf bei xt:Commerce besonders geachtet werden muss:
- Individuelle Themes überschreiben häufig die Template-Dateien, in die der Widerrufsbutton eingebunden wird – die Sichtbarkeit im Frontend muss nach der Integration gezielt geprüft werden.
- Bei Headless- oder API-first-Frontends ist die xt:Commerce Shopintegration des Widerrufsbuttons nicht automatisch aktiv; eine separate Einbindung über die API ist erforderlich.
- Die Eingangsbestätigungs-E-Mail muss eine eindeutige Referenz auf die betroffene Bestellung enthalten und tatsächlich zugestellt werden – Spam-Filter und E-Mail-Konfiguration sollten geprüft werden.
- Widerrufsfristen und die zugehörige Formulartextierung müssen mit der aktuellen Rechtslage übereinstimmen; das Modul liefert Standardtexte, die shopspezifisch angepasst werden sollten.
modified eCommerce Widerrufsbutton: Offizielles Modul ab Version 2.x
Für modified eCommerce steht seit März 2026 ein offizielles Widerrufsbutton-Modul bereit, das über das modified-eigene Modulsystem installiert wird. Es ist kompatibel ab modified eCommerce 2.x. Parallel ist das First-Web-Modul ab Version 2.0.7.2 verfügbar – eine alternative Erweiterung desselben Funktionsumfangs für Shops, bei denen das offizielle Modul nicht greift.
Auch bei modified eCommerce erscheint der Widerrufsbutton im Bereich „Meine Bestellungen" im Kundenkonto. Das Modul fügt dort je Bestellung einen Einstiegspunkt für das elektronische Widerrufsformular hinzu. Der Widerruf bei modified eCommerce erfolgt damit vollständig digital: Der Kunde füllt das Formular aus, bestätigt es mit einem Klick, und die gesetzlich vorgeschriebene Eingangsbestätigung wird automatisch an seine E-Mail-Adresse versendet und parallel im Adminbereich protokolliert.
Da modified eCommerce häufig mit stark angepassten Templates betrieben wird, muss das Modul nach der Installation nicht nur technisch aktiv, sondern auch im Template tatsächlich sichtbar eingebunden sein. Viele modified-Installationen nutzen Template-Overrides, bei denen Standardausgaben des Modulsystems nicht automatisch erscheinen.
Worauf bei modified eCommerce besonders geachtet werden muss:
- Individuelle Templates binden Modulausgaben nicht automatisch ein – der Button muss nach der Installation im Frontend gezielt geprüft werden.
- Drittmodule, die den Checkout oder das Kundenkonto erweitern, können die Darstellung beeinflussen und sollten vor der Installation auf Kompatibilität geprüft werden.
- Bei mehrsprachigen Shops muss die Eingangsbestätigung für jede aktive Sprache korrekt vorhanden sein.
- Shops unter Version 2.x können das Modul nicht einsetzen und benötigen zunächst ein Systemupdate.
Häufige Fallstricke bei der Integration
Beide Systeme teilen einen typischen Fehler bei der Umsetzung: Das Modul oder die native Funktion ist technisch installiert, aber im Frontend nicht korrekt eingebunden. Der Widerrufsbutton erscheint nicht im Kundenkonto, die Eingangsbestätigung wird nicht versendet oder das Formular verhält sich auf Mobilgeräten fehlerhaft.
Keiner dieser Punkte ist ein Randproblem – sie gehören zum gesetzlichen Anforderungsprofil. Ein Button, der nicht auffindbar ist, oder eine ausbleibende Bestätigung macht die gesamte Umsetzung juristisch angreifbar.
FIETZ übernimmt die Umsetzung
Als spezialisierte xt:Commerce Agentur kennen wir beide Systeme aus langjähriger Praxis und wissen, wo die Integration typischerweise hakt. Wir prüfen Ihren konkreten Systemstand, wählen die passende Lösung und übernehmen die vollständige xt:Commerce Shopintegration des Widerrufsbuttons – inklusive Eingangsbestätigung, mobiler Darstellung und Kompatibilitätsprüfung mit Ihrem individuellen Template.
Senden Sie uns eine Anfrage per E-Mail und nennen Sie dabei Ihre Shop-Domain und die eingesetzte Systemversion.
Immo W. Fietz
eCommerce Berater seit 24 JahrenSie haben noch mehr Fragen? Wir sind auch auf WhatsApp erreichbar!