Shopify - mit dem Wissen einer Digitalagentur

Shopify ist ein so genanntes SaaS-System und ist mittlerweile die wahrscheinlich größte Online Shop-Plattform weltweit. 2006 wurde sie von dem aus Deutschland stammenden Auswanderer Tobias Lütke in Ottawa, Kanada gegründet. Und das obwohl er eigentlich nur einen Online-Shop für einen Snowboard-Händler aufsetzen wollte.

Was genau hat Shopify diesen unvergleichbaren Hype veschafft und wieviel von dem ist für den deutschen Online-Shop-Besitzer von Nutzen? Wir haben uns die Online-Shop-Plattform als Shopify-Partner für Sie einmal genauer angesehen. In folgendem Beitrag erläutern wir die Vor- und Nachteile der modernen Online-Shop-Lösung und zeigen auf, für wen sich eine solche Lösung anbietet und wo das System an seine Grenzen stößt.

Shopify Basisplan mit späterem Upgrade

Beginnen wir mit dem Basisplan von Shopify. Basic-Shopify ist mit 25€ pro Monat die günstigste Variante. Es verfügt über alle Funktionen, die ein neuer Ladenbesitzer benötigen würde, und ermöglicht ein angemessenes Wachstum, bevor Sie ein Upgrade durchführen müssen. Apropos Upgrades, der nächste Plan - einfach „Shopify”- ist mit 67€ pro Monat dabei und bietet eine gute Plattform für Sichtbarkeit und Wachstum Ihres Geschäftes.

Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit, eine 14-tägige Testphase zu durchlaufen, bevor Sie mindestens auf den Basisplan aufwerten müssen.

Als letztes und größtes Paket, bietet Shopify die Advanced-Version, welche mit rund 254€ pro Monat zu Buche schlägt. Hier haben Sie vollen Zugriff auf alle Funktionen und Shopify-Features und können obendrein bis zu 15 Benutzerkonten anlegen, welche durch Kennzeichnung verschiedener Rollen, unterschiedliche Bereiche des Online-Shops verwalten können.

Erste Schritte im neuen System

Die Einrichtung des Online-Shop-Systems ist sehr simpel und benutzerfreundlich gehalten. Auch Unerfahrene können hier ohne große Probleme ihren Shopify-Standard-Shop aufsetzen und Themes, Plugins und Erweiterungen meist mit 2-Click-Install installieren. Die Anzahl der verfügbaren Plugins und Erweiterungen ist riesig, wobei die Großzahl jedoch kostenpflichtig ist.

Die Auswahl des Themes fällt etwas weniger umfangreich aus, dennoch sollte man hier fündig werden, wenn die Anforderungen nicht allzu speziell sind. Individualisierungen des Templates lassen sich nur beschränkt realisieren. 

Weniger schön ist auch, dass man von Shopify gezwungen wird, den hauseigenen Theme-Editor zum Bearbeiten des Templates zu verwenden. Backup- und Import-Funktionen sind zwar vorhanden, erschweren bzw. verzögern das Arbeiten im Endeffekt aber nur.

Funktionsumfang von Shopify

Der Funktionsumfang der verschiedenen Pakete unterscheidet sich vorallem in der Anzahl der verfügbaren Benutzerkonten, der Möglichkeit professionelle Berichte zu erstellen - auch hier gibt es je nach Paket noch Beschränkungen in den jeweiligen Berichterstellungsfunktionen und schließlich dem Anzeigen von berechneten Versandkosten von Drittanbietern, was für viele Online-Shop-Betreiber, gerade in Deutschland, ein wichtiger Punkt sein dürfte.

Interessant ist auch, dass Sie mit Shopify nicht nur Ihr Online-Kundschaft abdecken können, sondern auch ihre lokale Kundeschaft kann Bestellungen aufgeben und im Checkout den 'lokalen Versand' wählen.

Manuelle Wechselkurse für internationale Einkäufer, sowie unterschiedliche Sprachausgaben und die Verwendung von internationalen Domains ist nur in den beiden großen Paketen möglich.

Indexierung und Suchmaschinenfreundlichkeit

Shopify ist von Grund auf darauf ausgelegt, möglichst viel Traffic zu generieren und dich in den Suchindexen nach vorne zu bringen. Deshalb sind die Einstellungs-Optionen bezüglich der Meta-Daten deiner Produkte doch sehr umfangreich. Meta-Title und Meta-Description stehen hier im Vordergrund, aber auch beispielsweise Rich-Snippets lassen sich über den Template-Editor integrieren, um die Präsentation deiner Produkte noch weiter voranzutreiben.

Für erweiterte Tracking-, Anyalyse- und Ad-Informationen gibt es zahlreiche Apps, Plugins und Erweiterungen mit denen du das Benutzerverhalten deiner Besucher und Kunden genaustens untersuchen kannst.

Ein großer Vorteil von Shopify ist es, dass von Haus aus ein Blog direkt mit ausgeliefert wird und somit nicht auf weitere Content-Management-Systeme, wie etwa WordPress oder Joomla! zurückgegriffen werden muss. Somit bleiben Online-Shop-Verwaltung und Content-Erstellung unter einem Dach. Der für die Content-Erstellung bereitgestellte Editor, steht dem Gutenberg-Editor von Wordpress in keiner Weise nach.

Die Anbindung ihres Online-Shops an Social-Media-Kanäle erfolgt unter Shopify ebenfalls problemlos. Sie haben die Möglichkeit, die Profile ihrer Sozialen Netzwerke im Adminbereich zu hinterlegen.

Wo Shopify an seine Grenzen stößt

Online-Shop-Betreiber welche ihre Produkte individuell ausliefern oder ihren Kunden verschiedene Ausführungen eines Produktes bereitstellen, wie z. B. Artikel-Kombinationen, Artikel-Attribute - werden mit Shopify doch relativ schnell an ihre Grenzen stoßen. Mit Glück lassen sich über Apps und Plugins Dritter etwaige Produktvariationen anlegen, jedoch gibt es hierfür keine Gewährleistung. Andere Shop-Systeme - auch kostenlose, Open-Source-Systeme wie z.B. Modified eCommerce sind allgemein, aber auch in Betracht auf die Produktkonfiguration viel flexibler als SaaS-Lösungen wie Shopify.

Shopify – Frontend-Ansicht im Theme-Editor

Kosten im Vergleich zu anderen Systemen sehr hoch

Auch wenn Shopify auf Grund der einfachen Einrichtung und Handhabung schnell überzeugen kann, sollte man sich hier im Klaren sein, dass man mit der Erstellung des Online-Shops ein monatliches Abonnement abschließt. Die Höhe der monatlichen Abonnementgebühr hängt vom gewählten Shopify-Paket ab. Weiter berechnet Shopify dir zum Beispiel auch eine Gebühr dafür, dass du gängige Kreditkarten wie Visa und Mastercard als Zahlungsmittel in deinem Shop akzeptieren kannst.

Gerade bei konventionellen Online-Shop-System wie zum Beispiel modified eCommerce, xt:Commerce oder auch PrestaShop existieren diese Gebühren nicht.

Auch Transaktionsgebühren, welche bei der Verwendung von Shopify anfallen, gibt es bei den anderen Online-Shop-Systemen nicht.

Transaktionsgebühren sind Gebühren, die für jede abgeschlossene Bestellung in deinem Shop anfallen, wenn du für den Einzug von Kundenzahlungen einen externen Zahlungsanbieter wie PayPal oder Klarna verwenden solltest. Wie auch bei den Kreditkartengebühren variieren die Transaktionsgebühren von Shopify je nach gewähltem Tarif.

Beim Einsatz eines selbst-gehosteten Online-Shop-Systems wie zum Beispiel der Modified eCommerce Shopsoftware oder auch PrestaShop, fallen monatlich höchstens die Domain- und Hosting-Kosten an - was bei einer Hostingkapazität von 3000MB gerade einmal 10€ entspricht.

Sollte man sich trotz der hohen monatlichen Kosten für Shopify entscheiden, sollte man sich ebenfalls darüber im Klaren sein - dass man ein solches Abonnement nicht einfach mal so kündigen kann, ohne gleich auch seinen kompletten Online-Shop inklusive aller Daten, zumindest temporär, zu verlieren. Man erwirbt ein geschlossenes System bei shopify - im Gegensatz zu einem offenen Shopsystem. Jeder, der shopify einsetzt, muss das wissen. Die Preise sind nicht verhandelbar und man hängt vom Anbieter ab. Anders sieht dies bei klassischen Shoplösungen aus, die variabler programmierbar sind und oft in den monatlichen Kosten für Einsteiger deutlich geringer liegen.

Fazit. Ihre Entscheidung, unsere Beratung.

Shopify ist derzeit die innovativste Entwicklung auf dem internationalen Shopmarkt der SaaS-Lösungen und der Einsatz von Shopify hat somit auch seine Berechtigung. Im Vergleich zu einem Shopsystem aber, das selbst gehostet ist, sollte der Betreiber jedoch das Gespräch mit uns als Partner-Agentur suchen und ggf. weitere Faktoren zur Beurteilung einfliessen lassen. Insbesondere dann, wenn Sie nicht sicher sind, ob Ihnen die Betriebskosten nicht zu hoch sind, sollten Sie uns ansprechen und sich beraten lassen.

Eine solche kurze Bewertung kann nicht die komplette Facette einer im Detail modern und komplex entwickelten SaaS-Shopsoftware abbilden. Aus diesem Grund haben wir nur die Kriterien aufgelistet, die heute in der Praxis für kleinere und mittlere Projekte immer wieder massgeblich in der Entscheidungsfindung sind. Dies ersetzt jedoch nicht die Beratung durch einen eCommerce-Fachmann, der einen Überblick über die auf dem Markt befindlichen Shopsysteme hat und die Vor- und Nachteile der Systeme projektbezogen bewerten kann. Gerne beraten wir Sie als Digital-Agentur in der Auswahl des richtigen Webshops und beim Einsatz von Shopify. Bitte sprechen Sie uns an.

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Immo W. Fietz

Immo W. Fietz

eCommerce Berater seit 20 Jahren
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