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Shopware oder Shopify? Der große Vergleich 2026

Shopify oder Shopware? Diese Entscheidung bestimmt Ihre Kosten, Ihre Sichtbarkeit bei Google und am Ende auch, wem Ihr Shop gehört. Wir stellen beide Systeme gegenüber, zeigen die stärksten Argumente für Shopware und rechnen die Kosten über 1 Monat, 12 Monate und 3 Jahre offen durch.

Shopify ist laut, schnell und in aller Munde. Shopware ist leiser, aber für die meisten mittelständischen Händler in Deutschland die stärkere Wahl. Warum das so ist, zeigen wir Ihnen hier ohne Marketing-Nebel: mit klaren Argumenten, einem fairen Blick auf die Stärken von Shopify und einer Kostenrechnung, die Sie selbst nachrechnen können.

Shopware gegen Shopify Grafik

Mieten oder besitzen: Der eigentliche Unterschied

Shopify ist eine Software-as-a-Service-Plattform aus Kanada. Sie mieten einen fertigen Shop, Shopify kümmert sich um Server, Sicherheit und Updates. Dafür zahlen Sie jeden Monat ein Abo und bei manchen Zahlarten zusätzlich einen Anteil an Ihrem Umsatz.

Shopware ist ein Open-Source-Shopsystem aus Schöppingen im Münsterland. Die Community Edition steht unter der MIT-Lizenz und kostet keine Lizenzgebühr. Der Shop läuft auf einem Server Ihrer Wahl, Code und Daten gehören Ihnen. Wer mehr Funktionen oder Hersteller-Support braucht, kann auf die kostenpflichtigen Editionen Rise, Evolve und Beyond aufsteigen.

Beide Systeme funktionieren. Die eigentliche Frage lautet: Welches Modell passt zu Ihrem Geschäft? Genau da trennen sich die Wege.


Shopify und Shopware im direkten Vergleich

Shopify und Shopware im direkten Vergleich
Kriterium Shopify Shopware Unsere Empfehlung
ModellSoftware-as-a-Service: Sie mieten den ShopOpen Source: Der Shop gehört Ihnen
Laufende GrundkostenAbo ab 27 € (Basic), 79 € (Grow) oder 289 € (Advanced) pro Monat bei jährlicher ZahlungCommunity Edition: 0 € Lizenz, Hosting bei uns ab 29,90 € pro Monat
Umsatzgebühr2 %, 1 % oder 0,6 % je Tarif auf Zahlungen außerhalb von Shopify PaymentsKeine
Hosting und UpdatesInklusive, Shopify übernimmt beidesFrei wählbar, Updates durch Sie oder Ihre Agentur
SEO und URLsFeste Pfade wie /products/ und /collections/Frei gestaltbare SEO-URLs, Erlebniswelten für Content
CheckoutTiefe Anpassungen weitgehend Shopify Plus (ab 2.100 € pro Monat) vorbehaltenVollständig anpassbar
DatenLiegen auf der Plattform von ShopifyLiegen auf Ihrem Server
KündigungMit dem Abo endet auch der ShopDer Shop bleibt, Hoster und Agentur sind frei wechselbar
Stark fürAds-getriebene D2C-Marken und schnelle LaunchesMittelstand, B2B und organisches Wachstum

Entscheidend ist nicht nur der Preis im ersten Monat. Auch Umsatzgebühren, SEO-Spielraum, Datenhoheit und die Möglichkeit, den Shop später frei weiterzuentwickeln, wirken sich langfristig auf Ihr Geschäftsmodell aus.

Sieben Gründe, die für Shopware sprechen

Kommen wir zu den Argumenten. Sieben Gründe, warum wir mittelständischen Händlern in den meisten Fällen zu Shopware raten:

Kosten, Wachstum und Sichtbarkeit

Zuerst geht es um die wirtschaftliche Basis: laufende Lizenzkosten, Gebühren auf den Umsatz und die Frage, ob neue Kunden dauerhaft über bezahlte Anzeigen oder auch organisch über Google kommen.

1 0 € Lizenz: Open Source statt Mietvertrag

Die Shopware Community Edition kostet keine Lizenzgebühr. Nicht im ersten Monat und nicht im dritten Jahr. Sie bekommen ein vollwertiges Shopsystem mit Varianten, Kundengruppen, Aktionen, Erlebniswelten, Rule Builder und Flow Builder.

Der Vollständigkeit halber: Seit März 2025 gilt die Fair Usage Policy von Shopware. Wer mehr als 1 Million Euro Jahresumsatz (GMV) macht, braucht einen kostenpflichtigen Plan, um weiter Zugriff auf Shopware Account und Shopware Store zu haben. Die Software selbst bleibt Open Source. Für die allermeisten kleinen und mittleren Shops ändert sich dadurch nichts.

2 0 % Umsatzbeteiligung: Ihr Wachstum gehört Ihnen

Shopware verdient nicht an Ihren Bestellungen. Shopify schon, sobald Zahlungen nicht über Shopify Payments laufen: 2 % im Tarif Basic, 1 % im Tarif Grow und 0,6 % im Tarif Advanced. Und zwar zusätzlich zu den Gebühren Ihres Zahlungsanbieters.

Das klingt nach wenig. Diese Gebühr wächst aber mit jedem Euro Umsatz mit. Bei Shopware steigen Ihre Plattformkosten nicht prozentual mit, egal ob Sie 10.000 oder 80.000 € im Monat umsetzen.

3 Sichtbar bei Google, auch ohne Werbebudget

Shopify spielt seine Stärken aus, wenn der Traffic eingekauft wird: über Meta, TikTok oder Google Ads. Wer dagegen organisch gefunden werden will, braucht volle Kontrolle über seine Seitenstruktur.

Bei Shopify sind zentrale Teile der URL-Struktur fest vorgegeben. Produkte liegen immer unter /products/, Kategorien immer unter /collections/. Bei Shopware gestalten Sie SEO-URLs über Vorlagen frei, bauen saubere Kategorie-Hierarchien auf und verbinden über die Erlebniswelten Ratgeber-Inhalte direkt mit Ihren Produkten.

Unsere Erfahrung aus unseren Shopprojekten: Wer über Google verkaufen will statt über Anzeigen, ist mit Shopware klar besser aufgestellt.

Kontrolle, Anpassbarkeit und Unabhängigkeit

Danach zählt, wie frei Sie Ihren Shop im Alltag betreiben und langfristig weiterentwickeln können: vom Serverstandort über deutsche Handelsfunktionen und den Checkout bis zur Wahl von Hoster und Agentur.

4 Ihre Daten. Ihr Server. Ihre Regeln.

Ein Shopware-Shop läuft dort, wo Sie es entscheiden, zum Beispiel in einem deutschen Rechenzentrum. Sie wissen jederzeit, wo Kunden- und Bestelldaten liegen und wer darauf Zugriff hat. Die Auftragsverarbeitung regeln Sie direkt mit Ihrem Hoster.

Bei Shopify liegen Ihre Daten auf der Plattform des Anbieters. Das ist bequem, aber Sie geben einen Teil der Kontrolle ab. Bei Datenschutzfragen, Audits oder besonderen Anforderungen Ihrer Kunden macht das einen spürbaren Unterschied.

5 Gemacht für den Handel in Deutschland

Shopware wird seit dem Jahr 2000 in Deutschland entwickelt. Das merkt man: Rechnungen, Gutschriften, Lieferscheine und Stornorechnungen erzeugt Shopware im Standard. Kundengruppen mit Netto- oder Bruttopreisen für B2B, Grundpreise und Newsletter mit Double-Opt-in sind ebenfalls an Bord.

Dazu kommen eine große deutschsprachige Community und viele Agenturen und Plugin-Hersteller, die den deutschen Markt kennen. Bei Shopify lösen Händler viele dieser Themen über zusätzliche Apps, die jeden Monat extra kosten.

6 Anpassbar ohne Grenzen, bis in den Checkout

Mit dem Rule Builder steuern Sie Preise, Versandarten und Zahlarten nach eigenen Regeln. Der Flow Builder automatisiert Abläufe wie E-Mails oder Statuswechsel. Und weil der Code offen ist, lässt sich jede Funktion individuell erweitern, der Checkout eingeschlossen.

Bei Shopify arbeiten Sie innerhalb der Grenzen der Plattform. Tiefgreifende Anpassungen am Checkout sind dort weitgehend dem Tarif Shopify Plus vorbehalten, der ab 2.100 € pro Monat startet.

7 Kein Lock-in: Ihr Shop bleibt Ihr Shop

Unzufrieden mit dem Hoster? Sie ziehen um. Unzufrieden mit der Agentur? Sie wechseln. Mit Shopware besitzen Sie Code, Datenbank und Design. Nichts davon ist an einen einzelnen Anbieter gebunden.

Bei Shopify endet mit dem Abo auch der Shop. Themes und Apps sind an die Plattform gebunden, und bei einem Umzug fangen Sie in vielen Bereichen von vorne an.

Made in Germany
Shopware

Shopware gegen Shopify: Die Fakten auf einen Blick

0 € Lizenzkosten mit der Shopware Community Edition
0 % Umsatzbeteiligung. Egal, wie viel Sie verkaufen.
100 % Kontrolle über Code, Daten und SEO
3.388 € weniger Kosten in 3 Jahren in unserem Beispiel-Shop

Die Kostenrechnung: 1 Monat, 12 Monate, 3 Jahre

Genug Argumente, jetzt wird gerechnet. Wir nehmen einen typischen mittelständischen Shop und rechnen offen, konservativ und nachvollziehbar. Jede Zahl können Sie selbst prüfen.

Unsere Annahmen

  • Monatsumsatz von 25.000 € netto bei rund 250 Bestellungen.
  • Drei Personen arbeiten im Backend. Bei Shopify bedeutet das mindestens den Tarif Grow, denn Basic enthält keine zusätzlichen Mitarbeiterkonten.
  • 20 % des Umsatzes laufen über externe Zahlungsanbieter außerhalb von Shopify Payments, zum Beispiel für B2B-Rechnungskauf.
  • Die Gebühren der Zahlungsanbieter selbst (Kreditkarte, PayPal, Klarna) fallen in beiden Systemen an und sind deshalb nicht eingerechnet.
  • Einmalkosten für Design, Einrichtung und Datenübernahme hängen vom Projekt ab und sind bewusst nicht eingerechnet.
  • Für Shopware zeigen wir zwei Betreuungsmodelle: einen optionalen Wartungsvertrag oder anlassbezogene Pflege. Die Vergleichssumme unten rechnet mit einem Wartungsvertrag für 95 € pro Monat.
  • Alle Preise netto, Stand September 2026.

Die monatliche Rechnung

ShopifyTarif Grow, jährliche Zahlung
Monatliche Kosten mit Shopify
Abo Grow79,00 €
Apps für Rechtstexte, Rechnungen, Bewertungen und Filter120,00 €
Zusatzgebühr 1 % auf 5.000 € über externe Zahlungsanbieter50,00 €
Pro Monat249,00 €
ShopwareCommunity Edition
Monatliche Kosten mit Shopware
Lizenz0,00 €
Shopware-Hosting inklusive Installation29,90 €
Erweiterungen, zum Beispiel Rechtstexte-Schnittstelle30,00 €
Optionaler Wartungsvertrag für Updates und technische Pflege95,00 €
Umsatzgebühr0,00 €
Pro Monat mit Wartungsvertrag154,90 €

Alternative: technische Pflege anlassbezogen beauftragen. Vollständige Updates fallen in der Praxis meist nicht monatlich, sondern etwa alle zwei Jahre an und werden nach Aufwand kalkuliert.

Die 120 € für Shopify-Apps sind bewusst knapp kalkuliert. Viele Marktübersichten nennen für typische Shops eher 200 bis 350 € pro Monat. Auf der Shopware-Seite rechnen wir für den direkten Vergleich mit einem Wartungsvertrag über 95 € pro Monat. Alternativ beauftragen Sie die Pflege anlassbezogen: Vollständige Updates werden dann in der Regel etwa alle zwei Jahre durchgeführt und nach tatsächlichem Aufwand kalkuliert. Ohne Wartungsvertrag liegen die festen monatlichen Shopware-Kosten in diesem Beispiel bei 59,90 € zuzüglich anlassbezogener Pflege.

Das Ergebnis

Kosten über 3 Jahre, netto und aufsummiert – Shopware mit Wartungsvertrag
10.000 € 7.500 € 5.000 € 2.500 € Start 12 Monate 24 Monate 36 Monate Shopify nach 12 Monaten: 2.988,00 € Shopware nach 12 Monaten: 1.858,80 € Shopify nach 3 Jahren: 8.964,00 € Shopware nach 3 Jahren: 5.576,40 € Shopify 8.964 € −3.388 € Shopware 5.576 €
1 Monat 94 € weniger mit Shopware
Shopify
249,00 €
Shopware
154,90 €
12 Monate 1.129 € weniger mit Shopware
Shopify
2.988,00 €
Shopware
1.858,80 €
3 Jahre 3.388 € weniger mit Shopware
Shopify
8.964,00 €
Shopware
5.576,40 €

Und wenn Ihr Shop wächst?

Der Wachstums-Hebel

160 € Shopify-Zusatzgebühr pro Monat bei 80.000 € Monatsumsatz

Wächst Ihr Shop auf 80.000 € Monatsumsatz und laufen weiter 20 % davon über externe Zahlungsanbieter, liegt allein die Zusatzgebühr im Tarif Grow bei 160 € pro Monat. Das sind 5.760 € in drei Jahren. Bei Shopware bleibt dieser Posten bei 0 €. Und wer mehr als 5 Mitarbeiterkonten braucht, landet bei Shopify im Tarif Advanced für 289 € pro Monat.

Welches System passt zu Ihnen?

Wir setzen selbst Shopify-Projekte um und schätzen die Plattform dort, wo sie hingehört. Unsere ehrliche Einordnung:

Pluspunkte Shopware

Shopware passt, wenn …

  • Sie über Google und organische Reichweite verkaufen wollen.
  • Sie keinen Anteil Ihres Umsatzes an die Plattform abgeben möchten.
  • Sie B2B-Kunden, Kundengruppen oder eigene Preisregeln haben.
  • Ihnen Datenhoheit und ein Serverstandort in Deutschland wichtig sind.
  • Sie langfristig planen und Ihren Shop frei weiterentwickeln wollen.
Typisches Einsatzprofil

Shopify passt, wenn …

  • Ihr Umsatz vor allem über bezahlte Anzeigen auf Meta, TikTok oder Google kommt.
  • Sie ein kleines Sortiment schnell und ohne eigene Technik starten wollen.
  • Sie Kampagnen und Produkt-Launches in hohem Tempo testen.
  • Sie sich um Server und Updates überhaupt nicht kümmern möchten.

Unser Fazit: Shopware oder Shopify?

Unser Urteil

Wer Reichweite kauft, kann mieten. Wer Reichweite aufbauen will, sollte besitzen.

Für Ads-getriebene Marken ist Shopify ein schneller Motor. Für den Mittelstand, der nachhaltig über Google wachsen, Kosten im Griff behalten und unabhängig bleiben will, ist Shopware die stärkere Basis. Wir sagen Ihnen ehrlich, welches System zu Ihrem Geschäftsmodell passt.

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Stand der Preise: September 2026, alle Angaben netto und ohne Gewähr. Quellen: Shopify Preise und Shopware Fair Usage Policy. Die Kostenrechnung ist ein Beispiel und ersetzt keine individuelle Kalkulation.

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Immo W. Fietz

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